Matthias Müller, Mario Schölzel, Matthias Laue, Heinz Nagler, Mathias Koziol, Christoph Wessling, Kai Börner, , Frank Schwartze, Jens Klaus Wilde

Matthias Müller, Mario Schölzel, Matthias Laue, Heinz Nagler, Mathias Koziol, Christoph Wessling, Kai Börner, Frank Schwartze, Jens Klaus Wilde

Preisträger 2002

Die Max Grünebaum-Stiftung würdigte am 6. Oktober 2002 in Cottbus Künstler des Staatstheaters Cottbus mit zwei Max-Grünebaum-Preisen. Einen Max-Grünebaum-Preis sowie einen Internetpreis erhielten Nachwuchswissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU Cottbus-Senftenberg).

Kai Börner – Schauspiel , Foto: Michael Helbig

Kai Börner – Schauspieler

Kai Börner

Max-Grünebaum-Preis

Frische und Direktheit bescheinigte die Kritik am Ende der Spielzeit 1999/2000 dem von Amors Pfeil tief getroffenen und in seiner Liebe zwischen Frau und Mann hin und hergerissenen, mit Versen wie mit seinem Herzen jonglierenden Orlando in Shakespeares „Wie es euch gefällt“. Das war seine erste Rolle am Staatstheater Cottbus.
Begonnen hatte alles viele Jahre vorher in seiner Geburtsstadt Karl-Marx-Stadt (sprich: Garl-Morx-Stadt). Mit Versen und Theater hatte der Heranwachsende allerdings wenig am Hut. Sein Herz schlug für König Fußball, was auch heute noch der Fall ist und so oft Zeit, Knochen, Sehnen, Bänder es erlauben, wird selbst gekickt, in der theatereigenen Künstlermannschaft. Doch zurück nach Karl-Marx-Stadt. An die erfolgreich absolvierte Schlosserlehre schließt sich der obligate Dienst an der Waffe an, der Standort heißt Grenze.

Dann kommt die Wende, aus Karl-Marx-Stadt wird Chemnitz, den jungen Mann treibt es ans Theater der ehemaligen Bezirkshauptstadt. Dort schiebt er als Bühnenarbeiter Kulissen, hört Verse von Schiller und Goethe, sieht bekannten Schauspielern bei der Arbeit zu, erlebt ihre Wandlungsfähigkeit, wie sie Abend für Abend die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich ziehen und mit mehr oder minder Beifall belohnt werden. Langsam formt sich in
ihm der Entschluß, dort oben, auf den Brettern, vor den Kulissen möchtest du auch eines Tages stehen. Er bewirbt sich in Rostock an der Schauspielschule, wird angenommen, gehört zu den besten Absolventen seines Jahrgangs, geht nach Augsburg, spielt dort groß und viel, trotzdem ist’s nicht das, was er sucht, er spricht und singt in Cottbus vor und wird engagiert.

Nach dem Orlando folgen Rolle auf Rolle, in der Kammerbühne, im Großen Haus, in der Theaterscheune Ströbitz. Für das vorwiegend jugendliche Publikum spielt er in „Crash Kids“ den coolen Colly mit seinem Autoknackerwahn, in dem Gegenwartsstück „Das Blut“ von Sergi Belbel gibt er zusammen mit Anne-Ratte Polle dem Horror ein komisch überzeichnetes Gesicht. Anne-Ratte Rolle ist auch seine Partnerin in Ferdinand Bruckners „Marquise von O.“ Wieder spielt er einen in seiner Liebe Hin- und Hergerissenen, zwischen der Sehnsucht nach dem Abenteuer in der großen Welt und dem privaten familiären Glück. Nachdem er seinen Hauptmanns-Mantel abgelegt hat, schlüpft er am selben Abend in die im wahrsten Sinne des Wortes krumme Figur des Martin Krumm in Lessings „Juden“.

Das ist seine erste Begegnung mit Lessing, der sich bald darauf eine zweite, höchst intensive und lustvolle Auseinandersetzung mit der Sprache, den Gedanken und Inhalten des berühmten Aufklärers anschließt. In Christoph Schroths Inszenierung „Nathan der Weise“ wird der Tempelherr zu einer berührenden, durch und durch heutigen Figur, die die Suche nach Wahrheit zwischen Urteil und Vorurteil, Toleranz und Dogma absolut glaubwürdig macht. Mit großen Namen geht es weiter: Gogol, „Der Revisor“ – Chlestakow – der großspurige Stutzer, die Made im korrupten Spek. Mit Spielfreude und Lust an der ausgestellten Pose spielt er den Hochstapler aus der Hauptstadt, der die
Provinzchargen nach Strich und Faden ausnimmt. Hauptmann, „Vor Sonnenuntergang“ – Justizrat Hanefeldt – der skrupellose, eiskalte, dabei smarte Beamte, der die Augen vor der menschlichen Tragödie verschließt. Turrini, „Ich liebe dieses land“ – Beni Jaja – die Verwandlung des Schauspielers vor unseren Augen in einen Schwarzen, der nicht nur das Mitleid des Zuschauers auf sich zieht, sondern eine schöne Souveränität, vor allem menschliche Würde ausstrahlt.

Die Rede ist von Kai Börner.
In zwei Spielzeiten hat Kai viel und groß und extrem verschiedene Rollen gespielt. Jedesmal mit unbedingtem Einsatz, aufs Ganze gehend, sich nicht schonend; neugierig, sensibel, ungeduldig; immer wieder fragend, sich selbst befragend; unzufrieden mit sich, Angebote machend, mit dem Partner spielend, kollegial denkend und arbeitend, und immer wieder lernend. Das letztere ist vielleicht das Wichtigste und das, was den Ausschlag gibt, ihn heute mit dem „Max-Grünebaum-
Preis“ auszuzeichnen. Kai ist kein „Fertiger“, er ist einer, der immer noch am Anfang steht, mit viel Talent und den beschriebenen Eigenschaften, die eine spannende Zukunft erwarten lassen.

Toi, Toi, Toi und weiter so!

Laudatio Christoph Schroth

Jens Klaus Wilde – Gesang, Foto: Michael Helbig

Jens Klaus Wilde – Sänger

Jens Klaus Wilde

Max-Grünebaum-Preis

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Das Theaterspielen gehört zu den schönsten Berufen, die es gibt. Allabendlich öffnet sich der Vorhang, ein eingespieltes und in vielen Proben fein aufeinander abgestimmtes Ensemble aus unterschiedlichen hoch motivierten Künstlern, interpretieren das jeweils angesetzte Stück, es läuft in den meisten Fällen ab wie ein gutes Uhrwerk.

Aber das Theaterspielen ist zugleich auch verbunden mit einem hohen Risiko. Bakterien, Viren und Streptokokken machen bei Krankheitswellen um das Theater keinen Bogen, und es passiert, daß ein Darsteller eine bereits lang im Voraus geplante Vorstellung kurzfristig absagen muss. Tritt der Fall ein, wie einst 1996 bei einer ausverkauften Vorstellung der Operette „Die Csardasfürstin“, wo der Sänger des Edwin ausfiel, dann beginnen die Telefondrähte zu glühen, ein „Einspringer“ wird deutschlandweit fieberhaft gesucht, der die Vorstellung dann rettet. Spielpläne anderer Theater werden studiert, Telefonnummern werden ausgetauscht, bis man „fündig“ wird. Hat man Glück, so findet man jemand, der gerade Zeit und selber an seinem Stammhaus keine Vorstellung hat. Die Höhe der Abendgage wird diplomatisch abgetastet (der „Einspringer“ ahnt die mißliche Lage des Theaters, man setzt sich sogenannte Schmerzgrenzen „beim Verhandeln“. Das Risiko des jeweilig einspringewilligen Sängers ist hoch, soll er doch in kurzer Frist in einer Fremden Inszenierung brillieren).
Dann kauft man in der Not die „Katze im Sack“ und kann nur hoffen, dass alles einigermaßen glimpflich abläuft.

1996 reiste also zu zwei Verständigungsproben für die „Csardasfürstin“ ein junger Sänger vom Opernhaus Hallo an. Schon nach wenigen Minuten der 1. Probe wurde klar, daß wir nicht nur „gerettet“ waren, sondern daß wir Gelegenheit hatten, einen jungen, hoch talentierten, enthusiastisch und vital arbeitenden Tenor kennenzulernen, der zu unserer Art von Theaterspielen bestens passte. Die Vorstellung der „Csardasfürstin“ lief ab wie das schon erwähnte Uhrwerk, man hat nicht geahnt, dass der Sänger nur zwei Verständigungsproben gehabt hat – er erfüllte voll gültig alle von der Regie an die Figur gestellten Aufgaben, und signalisierte nach der Vorstellung gegenüber dem Sänger Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit. Der Sänger, von dem die Rede ist, heißt: Jens Klaus Wilde.
1966 on Borna bei Leipzig geboren, schlug Jens Klaus Wilde zunächst den Berufsweg des Schlossers mit Abitur ein, um danach in die Richtung der Politik zu gehen. Er begann für zwei Jahre ein Studium der Staatswissenschaften in Dresden.

Während seines Militärdienstes kam er jedoch über einen Umweg zum Gesang. Als Mitglied einer Singegruppe und ausgestattet mit einem medizinisch – wissenschaftlichen Fachbuch über die „Sängerstimme“, welches er von einer Militärärztin im Majorsrang geschenkt bekam, meldete er sich nach dem Ableisten des „Ehrendienstes in der NVA“ zur Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Leipzig.
„Wo sind denn Ihre Noten?“ habe man ihn beim Vorsingen gefragt. Als er erfuhr, daß noch eine Klavierprüfung abgelegt werden sollte, nahm er schnell ein paar Stunden Klavierunterricht. Das Urteil der Prüfungskommission lautete daraufhin „ Wir wollen es mal ein Jahr mit ihm probieren“.

Jens Klaus Wilde blieb dann bis zu seinem Abschluß 1993 an der Leipziger Musikhochschule, wo er bei Helga Forner und Christina Wartenberg zum Tenor ausgebildet wurde und sein Staatsexamen mit dem Prädikat „Mit Auszeichnung“ und Höchstpunktzahl ablegte.

Bereits während des Studiums debütierte er in Halle als Erster Fremder in Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“. Darauf folgten der Symon in Millöckers „Bettelstudent“, der Tony in der „West Side Story“ und der Alfred in der „Fledermaus“.

1993 kam er fest ins Ensemble des Opernhauses Halle, wo er bis 1999 viele Hauptpartien verkörperte.

  • Graf René                           in             Graf von Luxemburg,
  • Graf Tassilo                        in            Gräfin Marizza,
  • Adam und Stanilaus       im           Vogelhändler,
  • Tamino, Monostatos     in            Zauberflöte,
  • Don Ramiro                       in            La Cenerentola,
  • Alfredo                                in            La Traviata,
  • den Herzog                        in            Rigoletto,
  • Tambourmajor                 im           Wozzeck
  • Rodolfo                               in            La Boheme.

 

Gastspiele führten ihn während dieser 6 Jahre an die Wiener Kammeroper, nach Mannheim, an die Deutsche Staatsoper Berlin mit dem Verdi-Requiem, Dresden, Chemnitz und 1998 an das Staatstheater in Cottbus, wo er zum ersten Mal – nun in einer richtigen Probenphase den Zarewitsch in Lehars gleichnamiger Operette „Der Zaretwitsch“ verkörperte.

Die Hallenser Opernleitung erkannte die enorme Vielfalt und Einsatzmöglichkeit des jungen Tenors und besetzte ihn dermaßen stark und kontrovers in 6 Fächern, so dass Jens Klaus Wilde spürte, dass das seiner stimmlichen Entwicklung nicht gut tat. Er wollte an ein Haus wechseln, wo er sich in Ruhe stimmlich weiterentwickeln kann, mit dem Schwerpunkt in der deutschen und italienischen Oper. So fragte ich ihn, ob er nicht Lust hätte, an das Staatstheater Cottbus zu kommen.

Seit 1999 ist Jens Klaus Wilde fest am Staatstheater Cottbus engagiert, wo er sich mit einer unglaublichen Vitalität, mit einer hohen Verantwortung gegenüber allen Mitgliedern des Ensembles und dem Publikum engagiert.
Er gibt in Vorstellungen und Proben wirklich alles, zieht andere Ensemblemitglieder in besonders darstellerischer Hinsicht mit. Er selbst bezeichnet sich als „singender Darsteller“. Konzeption der Regie trägt er voll mit und setzt diese nahezu perfekt um. Aber nicht nur das, er macht Vorschläge, denkt mit, und das alles mit einer ansteckenden Heiterkeit und Freude, so daß die Besetzung einer Partie mit seiner Person ein Glücksfall für jeden Dirigenten und Regisseur ist.

So konnten ihn die Cottbuser bisher als Graf Almaviva im „Barbier von Sevilla“, als Prinz Lilo Taro in der „Blume von Hawaii“, als Fenton in den „Lustigen Weibern, Riccardo im Maskenball, als jungen Faust in der Oper „Faust“ (Margarete) von Charles Gounod und als Cavaradossi in der „Tosca“ erleben.

Im Jahr 2000 gewann Jens Klaus Wilde den 1. Platz  beim renommierten Robert-Stolz-Gesangswettbewerb in Hamburg.
Auch am Gelingen von Willy Schwabes „Rumpelkammer“, dem Streifzug durch die Welt der Operette, des Musicals und des Schlagers, hat Jens Klaus Wilde wesentlichen Anteil.

Bezeichnend für seine Zuverlässigkeit und sein Engagement ist folgende tatsächliche Begebenheit:
Vor einer Vorstellung der „Rumpelkammer“ sang sich Jens Klaus Wilde in der Kammerbühne ein. Plötzlich wurde ihm schwarz vor Augen, sein Kreislauf brach zusammen, der Notarzt musste gerufen, der brachte ihn mit Blaulicht ins Thiem-Krankenhaus. Im Krankenhaus angekommen, ging es ihm wieder besser, die Ärzte stellten Gott sei Dank nichts „Schlimmes“ fest, empfahlen ihm aber zunächst Ruhe. Jens Klaus Wilde schaute auf die Uhr – es war fünf Minuten vor halb acht. Er fragte, ob man ihn schnell zum Theater fahren könne, das ging jedoch nicht. Also rannte er zum Bahnhof, nahm sich ein Taxi und stand wenig später als Prinz Sou Chong auf der Bühne, um seine Arie „Immer nur lächeln, immer vergnügt“ zu singen.

Lieber Jens Klaus,

ich gratuliere Dir zu der verdienten Auszeichnung mit dem Max-Grünebaum-Preis 2002!

Laudatio Martin Schüler

 

 

Matthias Müller und Mario Schölzel

Mario Schölzel - Max-Grünebaum-Preis

Mario Schölzel

Max-Grünebaum-Preis

Einen Max-Grünebaum-Preis für die Brandenburgische Technische Universität Cottbus erhalten Herr Matthias Müller und Herr Mario Schölzel für ihre herausragende gemeinsame Diplomarbeit im Fachgebiet Informatik mit dem Thema „Methoden und Werkzeuge zur Entwicklung effizienter Programme für irreguläre Prozessorarchitekturen“. Die Arbeit wurde von Prof. Bachmann betreut.

Ich vermute, durch das Dach Ihres Hauses, meine Damen und Herren, hat es in letzter Zeit nicht geregnet, obwohl der Wind aus Norden bließ, und nicht wie gewohnt aus östlicher oder westlicher Richtung.
Ich vermute, die Wände Ihrer Wohnung sind nicht eingestürzt, als Ihnen neulich eine Türe mit großem Schwung ins Schloß fiel.
Ich vermute aber auch, Ihr Computer zu hause oder im Büro ist in den letzten Monaten mindestens einmal „abgestürzt“.
Methoden und Werkzeuge für den Bau eines Hauses sind offenbar bewährter und solider als die bisher verfügbaren Methoden und Werkzeuge zum Bau von Software für unsere normalen Rechner.

Noch etwas schwieriger wird es bei „irregulären Prozessorarchitekturen“, das sind zum Beispiel spezielle Rechner, die zur Steuerung von Maschinen, Autos und auch Flugzeugen Verwendung finden. Hier benötigen wir sehr gute und auch neue Methoden und Werkzeuge zur sicheren und effizienten Programmierung. Das ist Thema dieser Arbeit.

M. Müller 2002

Matthias Müller

Matthias Müller und Mario Schölzel wurden beide im Jahr 1975 geboren, der eine in Cottbus, der andere in Lübben. Beide besuchten zunächst eine Polytechnische Oberschule, der eine in Cottbus, der andere in Lübben. Beide wechselten dann zu einem Gymnasium, um ihr Abitur abzulegen, der eine in Cottbus, der andere in Lübben. Mit der gleichen sehr guten Note. Beide begannen dann mit einem Informatikstudium an der BTU Cottbus. Beide bestanden ihr Vordiplom mit sehr gut. Zwei junge Menschen mit offenbar ähnlichen Lebensläufen, die sich dann zu einer gemeinsamen Diplomarbeit zusammengetan haben, um diese mit Auszeichnung abzuschließen.

Beide, Matthias Müller und Mario Schölzel, haben ihr Studium nicht nur als Arbeit, sondern als Chance begriffen und genutzt. Der Erwerb von Wissen und Können ist für sie ein Bedürfnis, bei dem die Zweckbestimmung eine untergeordnete Rolle spielt. Daraus resultiert die gesuchte und gefundene breite Ausbildung. Hierzu haben auch der enge Kontakt zum Lehrstuhl Programmiersprachen und Compilertechnik beigetragen. Die Einbeziehung in Forschungsprojekte hat zu Spezialkenntnissen und Fertigkeiten geführt, die weit über den regulären Vorlesungsstoff hinaus gehen. Auch die engagierte Mitwirkung als Tutoren im Lehr- und Übungsbetrieb hat hierzu beigetragen.

Matthias Müller entwickelte insbesondere Interesse für praktische Fragen der Programmiersprachen und Compilertechnik. Seine umfassenden Kenntnisse führten dazu, dass er bereits im obligatorischen Industriepraktikum bemerkenswerte Ergebnisse für eine Firma erzielen konnte. Heute ist er bei einem Unternehmen in Rostock in seinem Fachgebiet erfolgreich tätig.

Mario Schölzel ist etwas mehr der Theorie zugeneigt, vor allem dann, wenn Verbindungen zu praktischen Problemstellungen erkennbar sind. Während seines Studiums engagierte er sich in der Vertretung der studentischen Interessen. Als Fachschaftssprecher war er immer bemüht, eine gute Verbindung zwischen Studierenden und Lehrenden zu sichern. Gegenwärtig ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der BTU tätig.

Die hier ausgezeichnete gemeinsame Diplomarbeit wäre ohne das ausgeprägte wissenschaftliche Interesse und ohne das hervorzuhebende Engagement beider in der entstandenen Breite und Tiefe nicht möglich gewesen. Sie ist ein konsequentes Resultat der bisherigen Entwicklung beider, die auch für ihre Zukunft weitere grosse Erfolge verspricht.

Herzlichen Glückwunsch.

Thomas Bröker und Katharina Teller

Katharina Teller - Internet-Preis

Katharina Teller

Internet-Preis

Albert Einstein hat gesagt „wir müssen lernen, neu zu denken“. Dieser Satz ist mir eingefallen, als ich vor kurzem einen Roman gelesen habe. Der Kern der Geschichte basierte auf der verspäteten Ankunft einer Nachricht, die eine Reihenfolge von katastrophalen Konsequenzen verursachte. Dieses Plot-Instrument erschien mir sehr künstlich und altmodisch, insbesondere in unserem heutigen Zeitalter des sofortigen Informationsaustausches, des e-mail, und des Internet. Das Merkwürdige an der Sache war, dass dieses Buch erst 1992 geschrieben wurde.

In den letzten zehn Jahren ist ein neues Medium – das Internet – groß geworden. Trotz der aktuellen Zweifel am Neuen Markt in der Informatik und Hochtechnologie- Branchen, ist eines klar: das Internet hat in kürzester Zeit tiefgreifende Veränderungen in unserer Kommunikationsgesellschaft herbeigebracht, und seine weitere Entwicklung ist ohne Zweifel nicht aufzuhalten.

Daher ist es heute eine besondere Ehre, einen neuen Preis der Max Grünebaum-Stiftung vorzustellen, den Internetpreis.

Thomas Bröker - Internet-Preis

Thomas Bröker

Der Preis ist im Rahmen eines Wettbewerbes, ausgeschrieben für Studierende der BTU Cottbus, für die Konzeption und Gestaltung einer Internet-Präsenz für die Max Grünebaum-Stiftung ins Leben gerufen worden. Gesucht wurde nach einer Konzeptlösung mit einer ansprechenden Grafik und einer klaren und  übersichtlichen Struktur, welche die Identität der Stiftung wiedererkennen lässt. Diesbezüglich war ein deutliches, aufbaufähiges Konzept erforderlich; darüber hinaus spielte die einfache Bedienbarkeit durch unterschiedliche Nutzergruppen, sowie der künftige Unterhaltungsaufwand eine wichtige Rolle  bei der Projektauswahl.

Der Erste Preis geht an Thomas Bröker und Katharina Teller für das Gestaltungskonzept eines Stoffmusters. Hierbei deutet die neue Internetpräsenz auf die historischen Wurzeln von Max Grünebaum als Textil-Fabrikant in Cottbus. Eine Brücke zwischen den verschiedenen Zeitaltern wird in subtiler Weise geschaffen.

Für die Übergabe des Preises möchte ich Mr. John Gumbel von der Max Grünebaum-Stiftung noch einmal herzlich auf die Bühne bitten.

M. Arch. Christopher Burns, BTU Cottbus